Begriffe
Hier erklären wir dir wichtige Begriffe, die rund um das Thema Nationalsozialismus immer wieder auftauchen.
Vielleicht hast du schon einmal Begriffe wie „arisch“, „Arier“ oder „Arierparagraph“ gehört. Diese Wörter tauchen oft auf, wenn es um den Nationalsozialismus geht. Die Nationalsozialisten benutzten sie, um Menschen in angeblich „wertvolle“ und „weniger wertvolle“ Gruppen einzuteilen. Das war rassistisch und wissenschaftlich falsch. Besonders Jüdinnen und Juden wurden dadurch ausgegrenzt, entrechtet und verfolgt. Auch andere Gruppen, etwa Sinti und Roma oder Menschen mit Behinderungen, wurden abgewertet.
Der sogenannte „Arierparagraph“ war ein wichtiger Schritt dieser Ausgrenzung. Mit solchen Regeln sollten jüdische Menschen aus dem öffentlichen Leben verdrängt werden. Viele verloren ihre Arbeit, zum Beispiel im Staatsdienst, an Schulen, Universitäten oder in Vereinen. So begann Verfolgung nicht nur mit Gewalt, sondern auch mit Gesetzen, Verboten und Formularen.
Auch der Begriff „der Führer“ spielte eine große Rolle. Adolf Hitler wurde von der Propaganda als starker und fast unfehlbarer Anführer dargestellt. Straßen wurden nach ihm benannt, Städte verliehen ihm Ehrenbürgerschaften. Doch dieses Bild war gemacht. Kritik war gefährlich, Gegner wurden verfolgt. Hitler stand an der Spitze der Diktatur und trug Verantwortung für Terror, Krieg und Massenmord.
Der Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 half den Nationalsozialisten, ihre Macht auszubauen. Nach dem Brand wurden Grundrechte eingeschränkt, politische Gegner verhaftet und die Demokratie weiter zerstört. Ob Nationalsozialisten selbst an der Brandstiftung beteiligt waren, ist bis heute umstritten. Sicher ist: Sie nutzten den Brand sofort für ihre Ziele.
Auch das Konkordat mit dem Vatikan war für Hitler nützlich. Der Vertrag von 1933 ließ seine Regierung nach außen anerkannter wirken. Doch viele Vereinbarungen hielt das NS-Regime nicht ein. Katholische Gruppen wurden später eingeschränkt und überwacht.
Bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 wurden Bücher öffentlich ins Feuer geworfen. Verbrannt wurde Literatur, die nicht in das Weltbild der Nationalsozialisten passte. Das zeigt: Eine Diktatur will nicht nur Menschen beherrschen, sondern auch ihr Denken, Lesen und Sprechen kontrollieren.











