•  
 
 
 
1890
 
1891
 
1892
 
1893
 
1894
 
1895
 
1896
 
1897
 
1898
 
1899
 
1900
 
1901
 
1902
 
 
1903
 
1904
 
1905
 
1906
 
1907
 
1908
 
1909
 
1910
 
1911
 
1912
 
1913
 
1914
 
1915
 
1916
 
1917
 
1918
 
1919
 
1920
 
1921
 
1922
 
1923
 
1924
 
1925
 
1926
 
1927
 
1928
 
1929
 
1930
 
1931
 
1932
 
1933
 
1934
 
1935
 
1936
 
1937
 
1938
 
1939
 
1940
 
1941
 
1942
 
1943
 
1944
 
1945
 
1946
 
1947
 
1948
 
1949
 
1950
 
1951
 
1952
 
1953
 
1954
 
1955
 
1956
 
1957
 
1958
 
1959
 
1960
 
1961
 
1962
 
1963
 
1964
 
1965
 
1966
 
1967
 
1968
 
 
1969
1969
 
1970
 
1971
 
1972
 
1973
 
1974
 
1975
 
1976
 
1977
 
1978
 
1979
 
1980
 
1981
 
1982
 
1983
 
1984
 
1985
 
1986
 
1987
 
1988
 
1989

20. 3. 1969 - 1977

Bildungsreform

0
1969: Hörsaal der Chirurgische Klinik im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Dass eine Bildungsreform notwendig sei, darüber war man sich über die Parteigrenzen hinweg einig. Sogar von einer "Bildungskatastrophe" war die Rede. Denn nur 8 Prozent eines Jahrgangs studierten (heute: mehr als 40 Prozent), Mädchen waren unterrepräsentiert, Hochschulen sollten ausgebaut werden und auch Kinder von Arbeitern sollten es einfacher haben zu studieren.

Ausbau von Hochschulen

Nachdem das Hamburger Abkommen von 1964 das Schulsystem vereinheitlicht hatte, legte man nun den Schwerpunkt auf die Hochschulen. Die vorhandenen Universitäten wurden ausgebaut und vergrößert, neue Universitäten wurden gegründet, zum Beispiel in Bochum (1962), Bielefeld (1969), Augsburg (1970) oder Passau (1973). Der Ausbau der Hochschulen und die Bildungspolitik war seit Mai 1969 eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern. Die Kosten hatten sie also gemeinsam zu tragen.

Gesamtschulen

Am 20. März 1969 beschlossen die Kultusminister der einzelnen Bundesländer auch, dass das Abitur gegenseitig anerkannt werden sollte. Auf der Kultusministerkonferenz (3. 7. - 27. 11.) wurde außerdem beschlossen, einen Schulversuch mit Ganztags- und Gesamtschulen durchführen zu wollen. Über das Für und Wider von Gesamtschulen wird jedoch bis heute gestritten.

Weitere Reformen

Die Große Koalition leitete die Reformen ein, die sozialliberale Koalition trieb sie voran und legte einen ihrer Schwerpunkte auf die Bildungspolitik. So gehören zur Bildungsreform auch noch die Einführung des Bafög 1971 (staatliche Unterstützung für Schüler und Studenten), die Oberstufenreform 1972 und der so genannte "Öffnungsbeschluss" der Hochschulen 1977.

Zu viele Studenten

Die wachsende Zahl an Studenten brachte jedoch neue Probleme mit sich. Die Hörsäle waren überfüllt, die Labore schlecht ausgestattet. Es fehlten Plätze in Studentenwohnheimen. Die Studenten klagten über fehlende Mitbestimmung. Obwohl bis 1973 80.000 neue Studienplätze geschaffen wurden, reichte dies nicht aus. 1972 wurde für einige Fächer eine Zugangsbeschränkung eingeführt.


 
  • Hintergrund BRD
  • Hintergrund DDR

Gefördert in den Jahren 2011 bis 2013 von:

''