Hintergrundbild Epoche

Planetariums-Projektoren


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Planetariums-Projektor von Zeiss, Modell II (Berlin 1939)
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Zeiss-Planetarium in Jena 2013

Im Auftrag der Firma Carl Zeiss in Jena hatte der Physiker Walther Bauersfeld 1919 das erste Planetarium entwickelt: Ein Projektor warf einen künstlichen Sternenhimmel auf eine Kuppel. Die Tages- und Jahresbewegungen am Himmel konnten damit zu jeder beliebigen Zeit und für jeden beliebigen Ort dargestellt werden.

Entwurf für das Deutsche Museum

Der Begründer des Deutschen Museums in München, Oskar von Miller, hatte den Auftrag dafür an die Firma Zeiss gegeben. Im Sommer 1923 wurde der neuartige Projektor auf dem Zeiss-Werksgelände in Jena an einer 16-m-Kuppel getestet. Am 21. Oktober 1923 wurden das Planetarium und sein Projektor dann im Deutschen Museum in München der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ehe es fest installiert wurde, wurde es dann aber noch einmal nach Jena zurückgeschickt, um es dort weiter zu verbessern. Hier fanden dann weitere Versuchsvorführungen statt. Knapp 80.000 Zuschauer bestaunten den künstlichen Sternenhimmel im Juli 1924. Am 7. Mai 1925 wurde das Planetarium dann offiziell in München in Betrieb genommen.

Immer mehr Planetarien

Auch in Jena plante man nun ein eigenes Planetarium. Im Jahr 1926 begann mit Wuppertal-Barmen, Leipzig und Düsseldorf das Zeitalter der Großplanetarien. Jena folgte als Nummer Vier weltweit. Nach den Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges verblieb das Jenaer Planetarium als das weltälteste. Der Projektor "Modell II" war von 1926 bis 1969 in Gebrauch.


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