Hintergrundbild Epoche

Mittel gegen die Tuberkulose


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Der Erreger der Tuberkulose unterm Mikroskop.
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Vor allem in der DDR begann man in den 50er Jahren wirksam mittels Impfungen gegen die Tuberkulose vorzugehen. Anhand der Statistik siehst du den Rückgang der Erkrankungen.

Eine sehr gefährliche Krankheit

Eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten überhaupt, die am meisten Todesopfer forderte, war die Tuberkulose, auch TBC oder Schwindsucht genannt. Sie wird durch Bakterien hervorgerufen und befällt vor allem die Lungen des Menschen.

Tröpfcheninfektion

Viele Menschen, die mit dem Tuberkulose-Bakterium infiziert sind, müssen gar nicht erkranken. Doch wird das Immunsystem geschwächt, und kommen weitere Krankheiten hinzu, kann es sein, dass man erkrankt. Vor allem bei der so genannten "offenen Tuberkulose" können sich Menschen gegenseitig anstecken, denn die Bakterien werden durch die so genannte "Tröpfcheninfektion" übertragen.

Mycobacterium tuberculosis

Das ist wie bei einem ganz banalen Schnupfen, nur sind die Folgen weitaus schlimmer. Auch durch Husten kann die Krankheit übertragen werden. Das Bakterium, das die Tuberkulose auslöste, hatte schon Robert Koch im März 1882 erkannt. Mycobacterium tuberculosis brachte Koch einen Nobelpreis. Immer wieder suchte man wirksame Medikamente gegen die Tuberkulose, machte Fortschritte, hatte aber auch mit Rückschritten zu kämpfen.

Ein Antibiotikum gegen den Tuberkulose-Erreger

1921 hatte man einen Impfstoff gefunden. Wer aber schon erkrankt war, dem konnte man nicht immer helfen. Außerdem hatte sich herausgestellt, dass der Impfstoff nicht völlig zuverlässig wirkte und zudem Nebenwirkungen verursachen konnte. Erst 1952 entwickelte dann der deutsche Arzt Gerhard Domagk Isoniacid (INH), mit dem die Tuberkulose wirksam eingedämmt werden konnte. Bei dem Wirkstoff handelte es sich um ein Antibiotikum, das eben genau den Tuberkulose-Erreger bekämpfen konnte. Ab den 60er Jahren kamen weitere Mittel hinzu, die die Tuberkulose eindämmen sollten. Doch komplett besiegt ist die Krankheit bis heute nicht. Vor allem das Problem der Antiobiotika-Resistenzen führt dazu, dass die Krankheit immer wieder auftaucht.


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