Hintergrundbild Epoche

Werbespots im Fernsehen


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Werbeplakat für das Pflaster Hansaplast.

Warum Werbung?

Eigentlich ganz einfach, Werbung gibt es deshalb, weil man ein Produkt verkaufen will. Gibt es nur ein Produkt und brauchen alle dieses Produkt, dann brauchen wir auch keine Werbung, es wird ganz automatisch gekauft. Jeder kauft Briefmarken, dafür muss keine Werbung gemacht werden. Gibt es aber zwei Produkte, die denselben Zweck erfüllen, dann muss der eine Hersteller beweisen, dass sein Produkt besser ist oder er  behauptet dies zumindest in seiner Werbung. Am Ende glauben das die Leute dann, kaufen das Produkt und die Werbung ist erfolgreich.

Eingeschränkte Fernsehwerbung

Werbung gab es schon lange Zeit, meist in der Zeitung oder auf großen Plakaten, in Schaufenstern, im Kino, in Katalogen und Prospekten und sogar in der Luft. Doch Werbung im Fernsehen war in den 50er Jahren etwas ganz Neues. Am 3. November 1956 wurde überhaupt das erste Mal Werbung im Fernsehen gezeigt. Die Zeiten, in denen Werbung überhaupt im Fernsehen gezeigt werden durfte, waren noch stark eingeschränkt. Am Anfang durfte Werbung überhaupt nur in der Zeit zwischen 19:30 Uhr und 20 Uhr ausgestrahlt werden.

Wofür wurde geworben?

Alle möglichen Lebensmittel wie Kaffee, die neuen Fertigprodukte wie Tütensuppen, Küchengeräte wie Mixer, Bügeleisen und Staubsauger sowie Waschmittel waren die Lieblingsprodukte der Werbung. Meist sollten die Frauen angesprochen werden, waren sie in erster Linie die Käuferinnen und nutzten dann diese Produkte auch.

Wie wurde geworben?

In den 50er Jahren waren viele Menschen sehr konservativ. Zahlreiche Frauen waren als Hausfrauen tätig und die Werbung sprach genau diese Frauen an. Denn sie entschieden auch, wofür sie ihr Haushaltsgeld ausgaben. Die Wäsche wurde sauberer als rein, die Küche im Handumdrehen fertig, der Mann mit dem neuen Puddingpulver glücklich gemacht und der beste Kaffee der Marke "Bessergehtesnicht" rief den Neid aller Nachbarinnen hervor. Fertigprodukte, die der Hausfrau das Leben erleichterten, damit sie mehr Zeit für Familie und Mann aufbringen kann, waren ein beliebtes Thema.

Werbung als Spiegel der Zeit

Überhaupt war die Werbung der Meinung, dass das ganze Lebensglück der Frauen sich darauf ausrichtete, Mann und Familie zufrieden zu stellen. So war Werbung zu jeder Zeit auch ein Spiegel der Gesellschaft der Zeit. Auf Männer zielte dann in erster Linie die Autowerbung ab, denn hier entschieden wiederum die Männer über den Kauf. Auch Radio- und Fernsehgeräte wurden beworben, auch hier waren meist die Männer die Zielgruppe der Werbung.

Weiße Wäsche und Knödel aus der Tüte

In vielen Werbefilmen der Zeit wurden sehr wirklichkeitsnahe Szenen gezeigt. Doch sehr beliebt waren in den 50er Jahren auch Zeichentrickfiguren. So verdanken wir die weiße Weste Persil, denn "Persil bleibt Persil", wie ein beliebter Werbespruch der Zeit lautete. So sangen erwachsene Männer im Anzug von Pfanni-Knödeln und schienen damit so glücklich zu sein, dass sie im siebten Himmel schwebten. Und die Zigarettenwerbung schuf das HB-Männchen, das nicht in die Luft gehen sollte. Gerade bei der Werbung für Zigaretten dachte man noch gar nicht daran, wie schädlich Zigaretten sein könnten.

Praktisch muss es sein

Während die Werbung heute oft die Gefühle der Menschen anspricht und mit dem Produkt dann oft gar nicht so viel zu tun hat, war die Werbung der 50er und der 60er Jahre noch sehr viel stärker auf einen Einsatz in der Praxis hin angelegt. Oft wurden Szenen gezeigt, wie man mit dem Produkt umgehen sollte. Hier siehst du ein gutes Beispiel  der Marke Hansaplast, das vom Ende der 50er Jahre stammt. Gezeigt wurde hier eine Szene, wie sie jede Familie vielleicht schon einmal erlebt hatte und gleichzeitig wurde eine Lösung angeboten: der Kauf von Hansaplast-Pflaster. Der historische Werbefilm wurde uns von der Firma Beiersdorf freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Dank an die Firma Beiersdorf, die uns dieses Video zur Verfügung gestellt hat.

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